
ABC Regel, einfach und systematisch!
Ein Mensch liegt bewusstlos da. Was macht man in der Situation? Egal ob Freund oder Fremder die erste Hilfe ist oft die entscheidende.
Zuerst professionelle Hilfe rufen, falls Handy griffbereit oder jemand anders beauftragen. Falls keins von beidem vorhanden direkt zur "Patientenbetreuung" übergehen, denn dieser könnte durch ganz einfache Handgriffe gerettet werden. Dabei den Bewusstlosen immer im Auge behalten.
Bevor man überhaupt an Wiederbelebung denkt, sollte man die Bewusstseinslage des Patienten beurteilen. Den Verletzten ansprechen und vor allem auch aus der Gefahrenzone bergen. Da jeder in so einem Fall äußerst aufgeregt ist, gibt es für das weitere Vorgehen ein simple Regel, die man sich schnell ins Gedächtnis rufen kann, die ABC-Regel.
B steht für Beatmen!
C steht für Cirkulation!
Kardio-Pulmonale-Wiederbelebung
Je nachdem ob man alleine wiederbelebt oder zu zweit, hat die Wiederbelebung einen anderen Zyklus.
Einhelfermethode abwechselnd 2 Beatmungen und dann 15 Herzmassagen, die Atmung überprüfen und weitermachen
Zweihelfermethode einer beatmet einmal, dann macht der andere fünf Herzmassagen, das immer abwechselnd und zwischendurch immer mal wieder die Atmung überprüfen.
Diese Vorgehensweise überbrückt oft die Zeit bis der Notarzt ankommt und auch die medikamentöse Hilfe ansetzt. Es lohnt also immer erste Hilfe zu leisten, denn der häufig ist allein schon das Freiräumen des Mundes und die Betreuung des Patienten lebensrettend.
Was tun bei gebrochenen Knochen?
Um bei gebrochenen Knochen erste Hilfe leisten zu können, muss man die Fraktur, den Knochenbruch, zunächst einmal erkennen. Anzeichen für eine Fraktur sind ein "knackendes" Geräusch zur Zeit des Unfalls, die Unfähigkeit sich zu bewegen oder Gewicht auf die betreffende Stelle zu verlagern. Mit Sicherheit kann man von einem Bruch ausgehen, wenn der betroffene Körperteil eine abnorme Stellung hat oder sich in Richtungen bewegen lässt, die sonst nicht möglich wären. Auch wenn Knochensplitter durch die Haut zu sehen sind oder diese sogar durchspießt wird, darf man gewöhnlich davon ausgehen, dass der entsprechende Knochen gebrochen ist.
Wegen der heftigen Schmerzen und der Gefahr Nerven oder Gefäße zu verletzen, sollte man die abnorme Beweglichkeit nicht überprüfen. Die meisten Knochenbrüche sieht man aber nur im Röntgenbild.
Was ist daran so gefährlich?
Zwar entstehen nicht bei jedem Knochenbruch scharfe Kanten, doch oft ist das umgebende Gewebe mitverletzt. Auch wenn keine Blutung zu sehen ist, besteht die Gefahr eines sogenannten Volumenmangelschock. Dabei führen Verletzungen von Arterien zu verdeckten Blutungen, die so groß sein können, dass nicht mehr genug Blut im Kreislauf zur Verfügung steht.
In den Oberschenkel passen leicht 2 Liter und ins Becken bis zu 5 Liters. Zum Vergleich sei angemerkt, dass die meisten Menschen nur ca. 5 Liter Blut besitzen. Außerdem kann es durch Nervenverletzungen zu Lähmungen kommen. Bei Rippenbrüchen besteht die Gefahr der Durchspießung von inneren Organen.
Wie leistet man erste Hilfe?
Der Bruch sollte so wenig wie möglich bewegt werden, um nachträgliche Gefäß- oder Nervenverletzungen zu verhindern. Ein Arzt oder eine Unfallambulanz muss je nach Begleitverletzungen schnell aufgesucht werden bzw. ein Notarzt gerufen werden. Erst das Röntgenbild zeigt das tatsächliche Ausmaß der Verletzung.
Zum Transport kann das verletzte Körperteil geschient werden. Das kann mit allen möglichen Gegenständen geschehen. Gut geeignet ist ein Brett oder breiter Stock. Unterlegen Sie zuerst die verletzte Stelle mit einem weichen Tuch, um die Haut zu schützen. Sichern Sie die Schiene fest mit Rollgaze, einem Schal, einer Krawatte oder etwas ähnlichem. Achten Sie aber darauf, dass der Schienenverband nicht durch zu festen Sitz die Blutzirkulation beeinträchtigt.
Nur bei sehr starken Blutungen muss stärkerer Druck direkt auf die Blutung ausgeübt werden. Wichtig ist es die beiden angrenzenden Gelenke mit zu erfassen, um die Verletzung zu imobilisieren.
Zusätzlich sollte mit Eis oder Leitungswasser gekühlt und das Ganze hoch gelagert werden, um das Anschwellen zu verringern. Sollte ein Knochen aus der Haut herausragen, legen Sie auf keinen Fall Eis auf die Wunde. Bedecken Sie diese stattdessen mit einem sauberen Tuch oder steriler Gaze.
Erste Hilfe beim Asthmaanfall
Was ist Asthma?
Beim Asthma bronchiale handelt es sich um eine chronische Entzündung, die mit einer starken Überempfindlichkeit der Atemwege einhergeht. Asthma macht sich mit wiederholten Anfällen von Atemnot, Husten und Kurzatmigkeit bemerkbar. Zwischen den Anfällen kann die Lungenfunktion völlig normal sein. Die Ursache dieser Anfälle ist bei der Überempfindlichkeit der Atemwegsschleimhaut auf verschiedene Reize zu suchen. Diese Reize können ganz unterschiedlich sein.
Pflanzenpollen, Hausstaub, bronchiale Infekte, kalte und verschmutzte Luft und körperliche Anstrengung sind die häufigsten Reize, die einen Asthmaanfall auslösen können. Doch manchmal kann ein Anfall solche Ausmaße annehmen, dass Erstickung droht.
Bei einem Asthma-Anfall schwillt die Bronchialschleimhaut an. Eine oftmals zusätzlich vermehrte Schleimproduktion verengt die Atemwege weiter. Zusätzlich zieht sich die Muskulatur der kleineren Atemwege krampfartig zusammen. Durch diese Vorgänge wird der Luftstrom zur und von der Lunge stark eingeschränkt..
Asthma bronchiale kann in jedem Alter auftreten. Jedes zehnte Kind und jeder zwanzigste Erwachsene leidet darunter. Ungefähr die Hälfte der Asthmatiker sind Kinder unter 10 Jahren.
Woran erkennt man einen schweren Asthmaanfall?
Die meisten Asthmatiker wissen sehr gut wie sie mit einem Anfall umgehen müssen. Meistens reichen 1-2 Hübe eines die Bronchien erweiternden Mittels um ein freies Durchatmen wieder zu ermöglichen.
Wie erkennt man aber, ob es sich um einen schweren, lebensbedrohlichen Anfall handelt?
Folgende Anzeichen sprechen dafür, dass es sich um einen schweren Asthma-Anfall handelt:
Erste Hilfe bei Asthma
Bei guter medikamentöser Therapie können die meisten Anfälle schon von vorn herein verhindert werden. Kommt es dennoch zum "Fall des Falles", sind Erste-Hilfe-Maßnahmen gefragt. Sie unterscheiden sich dabei nur unwesentlich von den allgemeinen Maßnahmen bei Atemnot.
Notärzte empfehlen folgende Regeln:
Was tun bei Verbrennungen?
Zu Verbrennungen kann es durch alle möglichen äußeren Einflüsse kommen. Sei es durch verschüttete heiße Suppe, brennende Kleidung oder Einschlafen in der prallen Mittagssonne. Dabei ist das Ausmaß der Verbrennungen entscheidend für die Folgen, die sich daraus ergeben können.
Oberflächliche Verbrennungen heilen ohne Narbenbildung ab. Gefährlicher wird es, wenn mehr als 10 % der Körperoberfläche bei Kindern oder mehr als 15 % bei Erwachsenen betroffen sind.
Der Grad ist entscheidend
Sind von der Hitzeeinwirkung nur die obersten Hautschichten betroffen, hat man meistens Glück und das Ganze kann ohne Narbenbildung abheilen. Dabei ist die Haut nur gerötet oder es hat sich eine oberflächliche Blase gebildet, man spricht von einer erst- bzw. zweitgradigen Verbrennung.
Ist die Hitze aber so groß gewesen, dass die Haut komplett zerstört oder sogar verkohlt wurde, kann die Heilung nur über die Bildung einer Narbe erfolgen. Solche Hautstellen kann man daran erkennen, dass man Berührungen nicht mehr wahrnimmt. Das liegt daran, dass die Nervenendungen, die in tieferen Hautschichten liegen, mit zerstört worden sind.
Wieviel von der Körperoberfläche ist betroffen?
Wenn aber mehr als 10 % der Körperoberfläche bei Kindern oder mehr als 15 % bei Erwachsenen betroffen sind, kann es zur sogenannten Verbrennungskrankheit kommen. Wenn 50 % der Körperoberfläche betroffen sind besteht akute Lebensgefahr.
Bei der Verbrennungskrankheit kommt es neben den lokalen Schäden an der Haut, zu Regulationsstörungen innerer Organe. Dabei kann es zum Kreislaufzusammenbruch kommen. Nierenversagen, Lungenentzündung und gefährliche Blutgerinnungsstörungen sind weitere lebensgefährliche Komplikationen.
Das liegt zum einen daran, dass sehr viel Eiweiß und Flüssigkeit verloren gehen, zum anderen entstehen giftige Stoffe, die sich auch negativ auf den Kreislauf auswirken.
Wie kann man erste Hilfe leisten?
Zunächst sollte die Hautstelle unter fließendem Wasser für mindestens 10 Minuten gekühlt werden. Das verringert die Schmerzen und verhindert eine weitere Ausbreitung der Verletzung und vermindert die Schwellung. Bei großflächigen Verbrennungen ist aber Vorsicht angeraten, um die Verletzten nicht zu unterkühlen.
Bei großen Verbrennungen oder bei tiefen Verbrennungen im Gesicht, Genitalbereich oder in der Gelenkgegend bzw. wenn die Gefahr besteht, dass auch eine Rauchgasvergiftung besteht, führt kein Weg an der Notaufnahme des nächsten Krankenhauses vorbei. Vor dem Transport sollten die Wunden möglichst steril abgedeckt werden, denn die Hälfte der Todesfälle resultieren aus Wundinfektionen.
Kleinere Wunden sollten steril verbunden werden, da sich Verbrennungen sehr leicht entzünden. Trockenen Wundverhältnisse sind anzustreben.
Unfälle und Verletzungen
Bisse und Stiche | Meerestiere
Auch unter Wasser gibt es Tiere, denen man im Urlaub besser nicht zu nahe kommt.
Korallen, Seeanemonen und Quallen werden zu den Hohltieren gezählt. Sie können hochentwickelte Stechwerkzeuge haben, die die menschliche Haut leicht durchdringen. Diese Werkzeuge befinden sich meist auf den sogenannten Fangarmen. Nach dem Kontakt entsteht meist ein leicht erhabener Hautausschlag in einer oder mehreren Linien, die von einem Roten Hof umgeben sind.
Dieser Ausschlag wird von starken Schmerzen und Juckreiz begleitet. Im weiteren Verlauf vereitern die Papeln des Ausschlags und Platzen. Zu diesem Ausschlag können noch weitere Symptome, wie Schweißausbrüche, Schwäche, Muskelkrämpfe, Fieber, Nasenlaufen, Brustschmerzen und ein schneller Puls auftreten.
Wir empfehlen folgendes Vorgehen nach dem Kontakt :
Bei ernsteren Fällen kann es durch starke allergische Reaktionen sogar zu Atemnot kommen. Schmerzhafte Muskelkrämpfe sollten durch entsprechende Medikamente gelindert werden. Es gilt also, nach der Notfallbehandlung sollte auf jeden Fall sofort ein Arzt aufgesucht werden.
Erste Hilfe bei Schnittwunden
Schnell hat man sich geschnitten. Meisten passiert es in der Küche, beim Sport oder bei Stürzen. Aber wie versorgt man eine Schnittwunde? Wie leistet man Erste Hilfe bei schweren Schnittverletzungen? Was kann man falsch machen? Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?
Damit es zu keinen bleibenden Schäden kommen kann, sollte man sich zunächst Gedanken darüber machen, wie tief die Wunde ist. Sind möglicherweise größere Arterien, Nerven, Sehnen, Knochen oder gar wichtige Organe mit verletzt? Sie sollten auf jeden Fall zum Arzt gehen:
Der Arzt kann dann die Wunde professionell reinigen, desinfizieren und eventuelle Begleitverletzungen mitversorgen. Erst hier werden Fremdkörper entfernt, denn nur der Arzt kann möglicherweise auftretende Blutungen stoppen. Wenn größere Gefäße, Nerven oder Sehnen verletzt sind, müssen diese genäht werden.
Klaffende Wunden können dann anschließend geklammert oder ebenfalls genäht werden. Verschmutzte oder infizierte Wunden werden zunächst offen behandelt und nicht genäht, um nicht das Wachstum von Bakterien in der Wundtiefe zu begünstigen.
Bei Gefahr einer Wundinfektion müssen manchmal Antibiotika eingenommen werden. Je nachdem, wie lang die letzte Tetanusimpfung zurück liegt, muss diese aufgefrischt werden. Denn durch eine Wundinfektion mit dem sehr häufigen Tetanusbakterium kann es zum tödlichen Wundstarrkrampf kommen.